Start
Kaiser Schelzel
Ingo
Iris
Kontakt
deutsch english
Stand: 15.11.2006
Startteaser
01.06.1999 - Carnarvon

Bei Kalbarri habe ich im Alter von 27 Jahren endlich die Erfahrung gemacht, die mein Bruder bereits mit 3 durchmachte... Wir kamen im Dunklen auf "unserer" Rest-Area an, holten die Stühle raus, setzten uns mit Blick aufs Meer (Mondschein). Plötzlich fühlte es sich an, als ob sich jemand an meinen Füßen zu schaffen machte. Schließlich griff ich runter - irgendwas war tatsächlich drauf, fühlte sich an wie Blütenpollen.
Ich griff es ab. Ingo schrie zwischendurch "au!".

Das merkwürdige Gefühl kam wieder - mit den Fingern fühlte es sich an, als seien meine Socken komplett voll von diesem Pollenzeugs & so ging ich schließlich die Mag holen; dabei dachte ich, "eigentlich will ichs gar nicht wissen...", drehte aber mutig die Taschenlampe an - welch ein Anblick!

Socken und Sandalen RANDVOLL mit großen, grünen Ameisen!! - Wir hatten uns DIREKT in die Ameisen gesetzt, ich saß mitten drauf! Hätte Ingo mir nicht die Schuhe & Socken ausgezogen, ich wär in Panik bis runter ins Meer gelaufen!
Der Unterschied zu meinem Bruder war lediglich, dass ich nicht mit dem in Pampers & Ledershorts gehüllten Hintern, sondern mit den Füßen drin saß.

Am nächsten Tag haben wir diesmal nicht die Pfanne (wie ´95 nach dem Abwasch), sondern die Solardusche vom Dach verloren... Da der Nachfolgende auch noch drüberfuhr - kaputt. Weiter Richtung Hamelin Pool externer Link, dann am folgenden Tag zu den Stomatolithen. Dort trafen wir einen Busfahrer, der uns sagte, gegen die bösen Mossies - & auch gegen die fiesen Sandflies! - helfe: Babyöl mit Dittol!

Jetzt sind wir also wieder mal in Carnarvon externer Link am Pelican Point, endlich geduscht. Ingo sagt: Jetzt machen wir erstmal Ferien (noch ein schöner Link) externer Link:

Carnarvon

"Wie naiv kann man eigentlich sein?!" (Ingo) - Hier in Carnarvon AUF ANHIEB solar showers gefunden!
Noch eine Gedenkminute: Hier in Carnarvon entstand '95 aus purer Verzweiflung die Idee, die hinteren Auto-Fenster für safer sleep mit insect screening zu versehen.
Anmerkung zur neuen solar shower: Sie hat einen besseren Schließmechanismus - wenigstens etwas Gutes an der Sache...
WOW! Neben den schon großen Mossies gibt´s hier RIESENMOTTEN!

05.06.1999 - Carnarvon

Eben kam eine Suchmeldung im Radio -ein Mann (male person) ist in den Blue Mountains verschwunden - spricht stark französischen Akzent... Tagebuch

07.06.1999 - Coral Bay

Die gestrige Nacht am Strand verbracht. Das Abendessen bei uns: Corned Beef - Baked Beans, denn Ingo hat wieder nur Seegras gefangen... Erst waren die Sandflies da, dann kamen die Mossies - endlos blutgierig haben sie in die Baked Beans gestochen, denn wir waren mit Bushman externer Link geschützt. Ich möchte nicht wissen, wie viele wir mitgegessen haben im Dämmerlicht! Ugh! Zum Glück wurde es aber kalt und die Huntdertschaften verschwanden - ideal, um sich in Ruhe den Sternenhimmel anzuschauen.
Heute dann Flossen & Schnorchel ausgeliehen & nochmal die Korallen & die großen & kleinen bunten Fische angeguckt - & diesmal schien sogar die Sonne! Am Strand "bräunen" sich die Leute - hallo Hautkrebs!

Diese Nacht verbringen wir auf einem sehr sichtbaren Parkplatz & nicht zwischen den Antennen bei Exmouth. Meine weichen Kontaktlinsen habe ich auch schon erfolgreich im entsprechenden Container verstaut, statt sie durch die Gegend zu schmeißen. Morgen werde ich eine Gedenkminute Tagebuch einlegen.

Da hinten ist ein älterer Mann, der ständig um sein Auto rennt - das Leben ist schon abenteuerlich!

Der Opa... beifahrertür ist offen (Sandflies!!!). Er geht zum Mülleimer hinter unserem Patrol, schmeißt was rein, geht zurück, kramt. Geht zur Fahrertür - auf - zu -wieder auf - zu. Schiebetür auf - kram. Zu. Kommt wieder 10m in unsere Richtung - wendet. Fahrertür auf - zu. Geht ganz dicht am Grünstreifen in unsere Richtung, dreht um. Radio an. Kram. Tür auf - zu. Geht rum. Steht. Guckt. In Shorts und Sandalen. haut sich immer auf die Beine (Sandflies!).

Die Sonne geht unter. Weites Land, Gras & kleine Büsche. Hinten kleinere Hügel, in Lila getaucht. darüber ein kleines band blauer Himmel, dann Hell-lila, der Rest Hellblau (hinten Opa, Beifahrertür ist jetzt auf).
Spannend - gleich ganz dunkel - auf dem Dachist "etwas" gelandet - ein wahrwscheinlich hartes, großes Insekt, das sich in den Abstrebungen verhakt hat. Klingt, als wolle es mit aller Macht zu uns rein Tagebuch. Opa sitzt immer noch in der offenen Schiebetür (heute würde ich hingehen - vielleicht - und ihn ansprechen. Ganz allein, der arme Mann.)

an erste Position
zurück
blättern
vorwärts
an letzte Position