Morgens regnete es zunächst anhaltend, hörte dann aber doch auf & wir konnten Kaffee machen gegenüber vom Pub in Windorah, das sonst so still... 4WDs, Motorräder, Camper & sogar mehrere Reisebusse - es gab kaum noch einen Parkplatz & fürs Tanken mußte man anstehen! Es war tatsächlich noch derselbe Tankwart wie '95 da, der ältere, blinde Mann. Doch diesmal, bei dem Tohuwabohu, holte er sich Hilfe für die Kartenzahlung. Dass wir für $ 37,50 getankt haben, hat er uns aber geglaubt. Vermutlich kann er das hören.
Danach noch heiße Duschen für $ 2 - eine Wohltat. Und nun machen auch die großen Toilettenhäuschen in Windorah Sinn - '95 habe ich mich doch sehr gewundert...
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Um 06:00 pm sollte Musik laufen, also sind wir dafür nochmal hin. Das gleiche Bild wie vorher, nur mit noch mehr Bierdosen vorm Pub. Noch etwas gewartet & dann schließlich etwas enttäuscht wieder raus. & tatsächlich hat doch eine Britz
-Karre *** den Weg nach Birdsville gefunden! & - natürlich - Britz stellt sich mal wieder doof an. Außerhalb der Stadt findet sich der momentan vielleicht größte & noch dazu kostenlose Campground Australiens, lediglich mit der Bitte, nicht zu littern & außerhalb der Stadt zu campen. Was macht Britz? Stellt sich IN der Stadt hin - & muss sich von seiner Frau auch noch "einweisen" lassen...
Auf zur Big Red
. Vorher ne Info-Tafel für die Simpson Desert
. Man sollte mindestens 250 l Benzin dabeihaben. Also definitiv nix für uns. Die Big Red ist Orange & hochgeklettert bietet sich gar kein so tolles Bild.
Der Blick nach Birdsville war beeindruckend - STAUB, der über die Straße pfeift, endlos. 36 °C. in Birdsville noch auftanken, d.h. hinten anstellen, lange Schlange. Warten, warten, warten. Bei der Hitze & Fenster fast zu wegen dem Staub. Zu Fuß draußen - schrecklich! Der Staub geht in die kleinste Ritze, man läuft fast blind! Wohnen möchte ich da bestimmt nicht!
Deshalb gings dann auch weiter auf den Birdsville-Track
Richtung Maree
. Durch Wind & Staub. Man konnte selbst die Rennbahn nur mit Mühe ausmachen! Höchsttemperatur heute 44 °C! Trotz gekippter Fenster - der Fahrtwind kam herein wie aus einem Fön so warm! & überall der Dust, auf der Haut & in den Klamotten, fühlbar auf der Hose. Der Wind zerrt an der Dachkonstruktion, der Himmel ist eher Braun als Blau & darunter diese scheinbar endlose Weite! Und diese Hitze!

Jetzt einen netten, aber windigen Platz gefunden - voller nervender, quälender, hartnäckiger, fieser Blowies, es ist die Pest schlechthin! Zum wahnsinnig werden!
& es wird kühl, Ingo hat schon einen Pullover an, ich sitze noch mit T-Shirt & Gänsehaut - 27 °C - das ist immerhin 17 °C kälter als tagsüber!
Ingo hat sich die Hände gewaschen - man sieht den Unterschied sauber/Staubig deutlich (hätte es damals schon erschwingliche DidiCams gegeben... hach...) - naja, morgen gibt´s ne Dusche!
*** Disclaimer: Damals waren Britz-Fahrer schreckliche Fahrer. Sie haben alles falsch gemacht, was man nur falsch machen konnte. Zum Beispiel parken auf Behinderten-Parkplätzen oder Wildblumen pflücken, nachdem sie gerade erst an dem Schild "Bitte keine Wildblumen pflücken" vorbeigefahren sind. Ich hoffe, heute ist alles besser und ja, es war nicht nur Britz, sondern auch Hertz & Co und ich vermute, viele waren Deutsche. Das Rechte-Hand-Fahren nicht gewohnt sein war nur einer der vielen Gründe für das Verhalten.